Harry Papadopoulos hat es geschafft. Dem englischen Geschäftsmann mit griechischen Wurzeln bleibt kaum etwas zu wünschen übrig: eine riesige Villa, Auszeichnungen ohne Ende, der Lebensstil der oberen Zehntausend. Alles seins. Doch kurz bevor er den Deal seines Lebens abschließt, bricht die Finanzkrise aus und die Banken fordern die sofortige Rückzahlung aller Kredite. Harry verliert über Nacht alles. Ihm bleibt nur ein kleines, vernachlässigtes Fish&Chips-Restaurant in einer fiesen Ecke Londons, das aber zur Hälfte seinem Bruder Spiros gehört, mit dem er kaum noch zu tun hat. Flankiert von seinen Kindern, die sich statt für Finanzgeschäfte wahlweise mehr für Grünzeug oder die sexy Jungs von nebenan interessieren, zieht Harry beim reichlich chaotischen Onkel Spiros ein. Mit wohl oder übel geeinten Kräften beschließen sie, das Restaurant wieder auf Vordermann zu bringen. Misstrauisch beäugt von Harrys altem Rivalen Hassan von der Dönerbude gegenüber und unterstützt von der bezaubernden Unternehmensberaterin Sophie wollen die Papadopoulosens das Unmögliche möglich machen. Mit fröhlicher Untergangsbegeisterung verortet der griechisch-britische Regisseur Marcus Markou die Krise zur Abwechslung mal mitten im Zentrum Europas. Voll Selbstironie und grandioser Situationskomik gelingt ihm ein zauberhaftes Schelmenstück über Wendepunkte und zweite Chancen.